Stadtwerke Eutin starten Breitbandausbau in Malente

Das lange Warten auf schnelles Internet hat für die Einwohner von Bad Malente-Gremsmühlen bald ein Ende. In diesen Tagen beginnt die Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) mit den Bauarbeiten für die Breitbandversorgung. “Wir hoffen, dass sich das Wetter noch eine Weile nicht zu winterlich zeigt,” kommentierte SWE-Geschäftsführer Marc Mißling den Baustart bei der Firma Freese an der Lütjenburger Straße, “dann werden wir in den nächsten Monaten ein gutes Stück vorankommen.”

Zunächst ist der nördliche Teil der Ortschaft an der Reihe. Mit den ersten fertigen Hausanschlüssen rechnen die Experten etwa im Sommer 2019. Sobald die Arbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sind, folgt nahtlos der Malenter Süden. Firmenchef Mandus Freese, auf dessen Grundstück die ersten Erdarbeiten vorgenommen werden, sparte beim offiziellen Spatenstich nicht mit Lob für die Stadtwerke: “Wir sind geschäftlich dringend auf schnelles Internet angewiesen und kamen uns immer vor, als wären wir vom schnellen Internet abgekoppelt und säßen in einer Flasche mit zu engem Hals. Jetzt wird das Bottleneck endlich entfernt und wir können mit zeitgemäßer Geschwindigkeit arbeiten. In der jüngsten Vergangenheit ging es mit der Vectoring-Technik ja wenigstens ein bisschen schneller voran, aber auch das ist alles kein Vergleich zu dem, was nun bald mit dem Breitbandanschluss der Stadtwerke Eutin möglich sein wird.”

SWE-Prokurist Alexander Baumgärtner als zuständiger Mann für alle Breitbandbelange betonte, dass sich nach wie vor weitere Kunden für einen Anschluss entscheiden können: “Wir bauen innerhalb Malentes überall dort aus, wo es wirtschaftlich Sinn macht und je mehr Haushalte sich dabei beteiligen, umso besser ist es natürlich für alle. Zur Erinnerung: Wer in dieser Phase dabei ist, spart die später fällig werdende Anschlussgebühr von 800 Euro.”

Im besagten ersten Bauabschnitt werden folgende Straßen an das Breitbandnetz der SWE angeschlossen: Am Hünengrab, Am Lunapark, An den Auewiesen, Auf der Kanzel, Bahnhofstraße, Eutiner Straße, Forstweg, Frahmsallee, Godenbergredder, Godenbergstraße, Hindenburgallee, Hinrich-Wrage-Straße, Holebyweg, Janusallee, Jens-Baggesen-Straße, Kampstraße, Kellerseestraße, Klaus-Groth-Weg, Lindenallee, Lütjenburger Straße, Marktstraße, Neue Kampstraße, Paulstraße, Plöner Straße (Malente), Polziner Straße, Rosenstraße, Rumer Weg, Schwentinestraße, Voßstraße, Wilhelm-Ehrich-Straße, Wöbbensredder.

Glasfasern und die kalten Temperaturen

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sinkenden Temperaturen die Tiefbauarbeiten erschweren. Auch der Glasfaserausbau kommt bei kalten Temperaturen zum Erliegen.

Grund dafür sind unter anderem der Tiefbau aber auch die Glasfaser an sich hat mit Kälte ihre Probleme – zu mindestens beim Verlegen. Denn sinkt die Temperatur unter +5 Grad kann mit der empfindlichen Glasfaser nicht gearbeitet werden. Das Einblasen geschieht mittels Druckluft, sodass die Glasfaser regelrecht ins Leerrohr hineinschwebt. Wenn das Thermometer jedoch unter die Marke von +5 °C fällt, ist das nicht mehr möglich. Luft zieht sich bei niedrigen Temperaturen zusammen, sodass die Fasern verhaken und steckenbleiben würden.

Dass Tiefbauarbeiten im Winter nicht möglich sind, heißt jedoch nicht, dass nichts vorwärts geht. Wir werden die „Winterpause“ nutzen, um die Ortsnetze auf den weiteren Ausbau vorzubereiten.