Eutin gibt Gas auf der Datenautobahn

Nach dem überaus erfolgreichen Start der Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) in zwei Gewerbegebieten im Osten der Stadt ist nun der Ortsteil Fissau an der Reihe, der obligatorische erste Spatenstich ist bereits erfolgt. Das traditionsreiche Versorgungsunternehmen hat viel vor: Bis 2018 soll Ostholsteins Kreisstadt komplett mit hochmodernem Breitband versorgt sein. Bereits 2012 prüften die Stadtwerke ein Engagement auf diesem zukunftsweisenden Gebiet – und das aus gutem Grund. Schließlich ist das Unternehmen seit vielen Jahren erfolgreicher Dienstleister in Sachen Netzinfrastruktur: Es versorgt die Region mit Gas, Wasser, Strom und Wärme und verfügt somit über Kernkompetenzen beim Auf- und Ausbau sowie dem Betrieb von Netzen jeder Art. SWE-Geschäftsführer Marc Mißling sagt dazu: “Die Versorgung der Bürger und Unternehmen mit hohen Bandbreiten hat für einen Standort mittlerweile die gleiche Bedeutung, wie seinerzeit der Anschluss an eine zentrale Strom- und Wasserversorgung. Und dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen.”

Mit einem Breitbandanschluss der SWE bekommen die Kunden die Glasfaser direkt bis in ihr Gebäude (FTTH = Fiber To The Home). Die Daten: Durch das Glasfaserkabel sind Downloads und Uploads im Gigabitbereich möglich. Derzeit werden verlässlich 200 Mbit/s im Down- und 100 Mbit/s im Upload angeboten. Außerdem ermöglicht die Glasfaserversorgung absolut störungsfreies Telefonieren und Fernsehen in bester HD-Qualität. Die SWE-Anschlüsse gewährleisten den Nutzern eine optimale und zukunftssichere Kommunikationsinfrastruktur. Welche Leistungen er individuell nutzen möchte, kann jeder Interessent selbst entscheiden – die Stadtwerke Eutin bieten auch komplette und kostengünstige Paketlösungen an. Wer sich in der Startphase für einen Glasfaseranschluss der SWE entscheidet, profitiert besonders: Er spart 800 € an Anschlusskosten.

Mit der Resonanz in der Bevölkerung ist die Unternehmensführung sehr zufrieden. Normalerweise starten die Bauarbeiten für die Versorgung mit dem hochmodernen Glasfaserkabel, sobald eine Anschlussquote von 60 Prozent erreicht ist. Aber es zeigt sich, dass sich auch während der Bauphase immer wieder Haus- oder Wohnungsbesitzer entscheiden, in die Zukunft zu investieren. “Und sie tun gut daran”, betont Thorsten Rischmann, bei den Stadtwerken als Teamleiter für Breitbandprozesse im Einsatz, “denn wer seinen Anschluss ordert, so lange der Bagger noch in der Straße an der Arbeit ist, spart besagte 800 Euro an Anschlusskosten.” Übrigens braucht niemand Angst davor zu haben, dass die Handwerker seinen Vorgarten oder die teure Pflasterung verwüsten. Rischmann: “Wir halten die Beeinträchtigungen so gering wie möglich. In der Regel werden nur an der Grundstücksgrenze und direkt am Haus so genannte Kopflöcher gegraben – den Rest erledigt eine Horizontalbohrung mit einem Gerät, dass die Fachleute Bodenrakete nennen. Und wenn sich einmal etwas umfangreichere Arbeiten nicht verhindern lassen, stellen die Handwerker den ursprünglichen Zustand selbstverständlich wieder her.”

Einen Bilderbuchstart legten die Stadtwerke bereits vor Monaten bei der Versorgung der Eutiner Gewerbegebiete hin. Voll des Lobes äußerten sich führende Vertreter verschiedener Firmen, die im interkommunalen Gewerbegebiet als erste eine Breitband-Versorgung über Glasfaserkabel erhalten haben. Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst fasste im vergangenen Jahr die Resonanz zusammen: “Die Zusammenarbeit aller Beteiligten hat hervorragend funktioniert. Die Stadt ist stolz auf ihre große Tochter SWE!” Derzeit läuft die Akquise im Eutiner Ortsteil Sielbeck: “Die Einwohner dort sind sehr aktiv und interessiert”, berichtet Thorsten Rischmann, “die Mitglieder des Dorfvorstandes gehen von Haus zu Haus und informieren die Menschen über die Vorteile eines Breitbandanschlusses.”

Geschäftsführer Marc Mißling sieht optimistisch in die Zukunft: „Wir versprechen uns durch die Kombination unserer Produkte Energie und Breitband technische und personelle Synergien im operativen Bereich. Und nicht zu vergessen ist die Kundenbindung: Schnelles Internet mit allen seinen Auswirkungen auf Multimedia, Kommunikation, Arbeitsformen, Unternehmensvernetzung, Telemedizin, Sicherheitslösungen und viele weitere Bereiche erlangen für immer mehr Menschen immer größere Bedeutung. Breitband ist eine leitungsgebundene Netzinfrastruktur – und diese gehört zu unserem Kernaufgabengebiet seit über 150 Jahren.”